Caren Baesch

Alternative Bestattungen Individuelle Abschiednahmen Trauerbegleitung

Aktuelles

ENDLICH. UND BESTÄNDIG
Urne bauen aus Ton – ONLINE/Hybrid Workshop
Dem Endlichen etwas Beständiges entgegensetzen. Ein Gefäß für die Asche, dem
letzten irdischen Überbleibsel. Erde zu Erde.
Immer mehr entsteht der Wunsch, sich im Abschiednehmen individuell
auszudrücken und nicht einfach nur etwas über sich ergehen zu lassen.
Nachhaltigkeit, ein bewusster Umgang mit der Natur, spielt ebenso eine Rolle, wie
die Möglichkeit der bewussten Verarbeitung des Verlustes.
Im Workshop bauen und modellieren Sie mit ihren eigenen Händen, Ihren Ideen,
Ihrer Liebe eine eigene Urne. Vielleicht aus aktuellem Anlass für einen anderen
Menschen. Vielleicht für sich selbst zur eigenen Auseinandersetzung mit der
eigenen Endlichkeit. Um etwas zu hinterlassen, einen letzten Wunsch, wie wir
erinnert werden möchten.
Der Workshop beginnt mit einer Einführung rund um das Thema Tod und
(alternative) Bestattung mit der alternativen Bestatterin und Trauerbegleiterin
Caren Baesch. Die Künstlerin Dorothee Schäfer führt sie Schritt für Schritt durch den
Entstehungsprozess Ihrer Urne. Vorerfahrung ist nicht notwendig, nur die Neugier
sich einzulassen.
Wegen der Corona-Pandemie findet der Workshop online statt. Den Abschluss-
Termin, an dem wir alle unsere gebrannte Urne entgegennehmen, wollen wir schön
und ein wenig feierlich in Präsenz gestalten (wenn möglich).
Sie benötigen ein digitales Endgerät (Smartphone, Tablet, Laptop oder PC) mit
Kamera und stabilem Internet-Zugang.
Benötigtes Material:
im Preis inbegriffen:
Ton, Engobe, transparente Glasur, 1-2 Brände
leihweise:
dickes Holzbrett (50×50 cm), dünne Holzbretter,
Werkzeug
zu Hause vorhanden:
Teigrolle, Teigschaber
Termine:
Samstag, 08.05.21, 14 – 18 Uhr
Sonntag, 09.05.21, 11 – 14 Uhr
Ort: Samstag, 15.05.21, 14 – 18 Uhr
Sonntag, 16.05.21, 11 – 14 Uhr
online via ZOOM
Ort: Mittwoch, 09.06.21, 18 – 20 Uhr
Gemeindehaus Gethsemane, Amtsstr.4, 44809 Bochum
Leitung:
Referentinnen: Doris Brandt, Dipl. Sozialpädagogin
Caren Baesch, alternative BestatterinTeilnehmende:
Gebühr:
Anmeldung:
Dorothee Schäfer, Bildhauerin, Künstlerin
max. 8 Personen
385 €, inkl. Material
erforderlich bis zum 24. April 2021 bei eb-bochum.de oder
doris.brandt@kk-ekvw.de
Abholung des Materials Q1-Haus für Kultur, Religion und Soziales, Halbachstr. 1,
44793 Bochum,
Abgabe der Urne zum Brennen und die Abschlußveranstaltung:
(Termine werden den Teilnehmenden genannt)
Gemeindehaus Gethsemane, Amtsstr.4, 44809 Bochum

 

 

Death Café – Was soll denn mal aus mir werden?

 

Das nächste Death Cafe soll am ? stattfinden.

Wegen der aktuell geltenden CoVid19 Pandemie,stehen derzeit noch keine neuen Termine für das Jahr 2021 fest. Sobald sich die Lage entspannt und wir wieder planen können, werden die neuen Termine hier und bei facebook, bekannt gegeben. Bleibt gesund und munter!

Wann: ?
19.00 Uhr – 21.00Uhr

Wo: 44793 Bochum, Raum 9,  Griesenbruchstraße 9,  BOTOPIA

 
 

© 2019 Caren Baesch

Alternative Bestattungen

Immer mehr Menschen wünschen sich eine alternative Bestattung. So individuell ein Leben gelebt wurde, so individuell kann auch der Abschied von der irdischen Existenz gestaltet werden.
Auch die Hinterbliebenen möchten sich heutzutage nicht immer mit traditionellen Riten von einem geliebten Menschen verabschieden. Sie wünschen sich stattdessen von Anfang an einbezogen zu werden sowie eine individuelle Zeremonie, die die Persönlichkeit des Verstorbenen widerspiegelt.
 
Das ist möglich!
 

Nach meinem Verständnis hat sich mit dem Tod der Lebenskreis geschlossen. Leider ist der Tod immer noch ein Tabu-Thema in unserer modernen Gesellschaft. Dabei gehört der Tod zu einem gelungenen Leben dazu. Früher war man sich dessen viel bewusster: Das eigene Totenhemd wurde im Schrank aufbewahrt und erinnerte an die eigene Sterblichkeit. Vergänglichkeit und Endlichkeiten wurden nicht verdrängt, verloren dadurch ihren Schrecken und wurden zu einem ganz natürlichen Teil des Lebens.

Dennoch müssen die Hinterbliebenen mit dem Tod eines geliebten Menschen Abschied nehmen, was den meisten Menschen sehr schwer fällt. Eine Trauerfeier, aber auch der Prozess davor und danach hilft, den Tod zu verarbeiten. Dieses Ritual ist so alt wie die Menschheit und für die Zurückbleibenden so wichtig wie heilsam. 

Im Mittelpunkt einer individuellen Trauerfeier steht der Verstorbene. Sein Leben, seine Persönlichkeit, seine Stärken aber auch seine Schwächen. Diese Abschiedsfeier ist gelungen, wenn alle das Gefühl haben, er oder sie ist mitten unter uns.

Ich selbst durfte erleben, wie gut es tut, wenn man als Hinterbliebener diesen Abschied auf persönliche Weise mitgestalten darf. Als meine kinderlose Tante, die viel Zeit mit ihren geliebten Reisen verbrachte, starb, durfte ich ihr den Koffer packen. Ich spürte dabei eine innere Ruhe und Zufriedenheit, denn in diesem Tun fühlte ich mich ihr sehr verbunden und nah. Auf der Trauerfeier legte ich alle Dinge, die ihr am Herzen lagen, in einen Koffer und gab ihn ihr mit auf ihre letzte Reise. So hatten wir alle das Gefühl, dass meine Tante ein letztes Mal mitten unter uns war.

Den meisten An- und Zugehörigen hilft es ebenfalls, wenn sie die Trauerfeier aktiv mitgestalten und begleiten dürfen. Wenn sie in Abläufe und Prozesse einbezogen werden, den Verstorbenen waschen und anziehen dürfen. Etwas tun können, eigene Ideen einbringen dürfen und mitgestalten können. Für die Trauernden bedeutet das Halt in einer schwierigen Zeit und die Planung bringt die Menschen dazu, über das Leben des Verstorbenen und die Beziehung zu ihm nachzudenken. So kann es für Zurückbleibende vielleicht sogar hilfreich sein, mit dem Verlust umzugehen.

Nach der Trauerfeier hält ein regelmäßiges Gedenken an den Verstorbenen die Erinnerung wach und heilt die Wunden der Hinterbliebenen. In meinen Trauergruppen für junge Erwachsene treffen sich Menschen, die sich gemeinsam an ihre Verstorbenen erinnern, über sie sprechen, aber auch deren Lieblingsspeisen kochen und essen. Nicht selten muss man dafür über seinen Schatten springen und Ängste überwinden. Aber dafür sind Kraft und Energie der Lohn für so viel Offenheit fremden Menschen gegenüber.

Caren Baesch

Trauerzentrierte Fachberatung nach den Richtlinien des Bundesverbandes Trauerbegleitung e. V.,

LAVIA Institut für Familientrauerbegleitung

Leiterin der Jugendtrauergruppe Essen und freie Referentin. Seit 2014 freiberuflich tätig.